vielen Dank @Willi! Ich habe es mit der Proxxon Bandfeile probiert, das klappt ganz gut. Ich habe mich entschlossen, mit dem Beplanken auch gleich zu nageln. Ein Freund hat mir vorgerechnet, dass ich alleine für das Benageln der Außenbeplankung ca. 50 Arbeitstage benötigen werde. Das wären zwei Jahresurlaube. Darf man nicht weiter drüber nachdenken. Ich werde das also nicht am Stück machen, sondern immer mal wieder.
Gibt es noch Meinungen zum Holz der Deckpeplankung. Könnte man die beiliegenden Kirsch-Leisten vielleicht bleichen? Mit Wasserstoffperoxid? Welche Konzentration?
Grüße Willi
elektrowilli
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Tolle Arbeiten bisher. Das Nageln kann auch sehr meditierend sein:)
Das Kirschholz für die Deckbeplankung würde ich nicht mit chemischen Mitteln behandeln. Ich würde separat neue Leisten dafür bestellen. Dazu empfiehlt sich Lindenholz, das mit der anschließenden Ölbehandlung auch noch etwas nachdunkelt.
Ist jedoch wie gesagt meine persönliche Meinung wie ich das Problem angehen würde.
Oft wird wohl auch Ahorn für die Decksbeplankung verwendet. Mir persönlich stellt sich die Frage nicht, da ich aktuell nur mit Buchs (auch für das Deck) und Ebenholz arbeite. Bevor ich aber solche speziellen Holzsorten bestelle, schaue ich auch mal im Baumarkt, was die so da haben. Oftmals kann man dort für vergleichsweise wenig Geld Nadelholzleisten kaufen, die sehr fein gemasert und von daher durchaus für den Modellbau geeignet sind finden. Ein "Nein" hat man ja schon, man kann also nur noch ein "Ja" bekommen.
bis denne Willi
Es ist nicht alles falsch, was man nicht versteht.
Es kommt am Ende auf den 'Stil' an in dem man bauen möchte. Beim Original waren die Decks in der Regel aus Nadelholz, erstens weil es als 'Verbrauchsmaterial' billiger war, als andere Hölzer und zweitens vorallem wegen des relativ hohen Harzgehaltes, der gut für die Wetterfestigkeit ist.
In Berlin würde ich mal bei Modulor vorbeischauen, die sind relativ gut sortiert für alle möglichen Materialien, u.a. auch Leisten: https://www.modulor.de/leisten/holzleisten/. In meiner Berliner Zeit have ich dort meistens meinen Bedarf gedeckt.
meine Backbordseite hat Berghölzer! Diese sind aus 1x7mm bzw. 1x6mm Ebenholzleisten und werden auf die Kirschbeplankung aufgedoppelt. Man sollte sehen, dass man die darunterliegende Kirschplanke genau trifft, sonst stimmt das "Fugenbild" nicht. Und auch Wellen sollte man möglichst keine haben, das wäre bei dem starken Kontrast extrem auffällig. Und die Steuerbordseite sollte ziemlich ähnlich werden, sonst sieht das auch doof aus. Nur Stress... Ich habe mal eine "Nagelprobe" für das Ebenholz gemacht und probeweise geölt: Meine dunkel gebeizten Zahnstocher werden unsichtbar. Ich muss also invers nageln. Vermutlich wäre es sinniger gewesen, auch die Kirsche mit ungebeizten Zahnstochern zu nageln. Nun ist es zu spät. Aber ist ja so auch ok.
Grüße Willi
elektrowilli
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meine "größere Baustelle" bzgl. der Berghölzer war weniger schlimm als gedacht. Wenn ich dem chinesischen Plan gefolgt wäre, hätte ich die Ebenholz Berghölzer einfach aufgedoppelt und fertig. Wobei die Vorderansicht des Plans die erhabenen Berghölzer noch nicht mal abbildet. Von meiner "Scheibe" weiß ich aber, dass die unteren Berghölzer mit der Beplankung "verschmelzen", also keinen Absatz bilden (siehe Schnittzeichnung). Der Boudriot zeigt das ebenfalls. Natürlich wollte ich das auch so bauen. Nun wollte ich aber auf keinen Fall das Risiko eingehen, eine der 1mm dünnen Berghölzer/Planken auf null durchzuschleifen. Ich habe jetzt also mit 0,5mm dicken Polystreifen (was anderes in der Dicke hatte ich nicht) versucht, langsam die Planken in der Dicke anzupassen. Das ist noch nicht abgeschlossen, aber ich bin optimistisch.
So, und nun mit mittlerem Elan erstmal an die noch fast jungfräuliche Steuerbordseite.
Grüße Willi
elektrowilli
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die Steuerbordseite hat aufgeholt. Ich sollte jetzt etwa 1/3 der Beplankung fertig und ca. 7000 Nägel gesetzt haben. Nein, ich kapituliere nicht: "I have not yet begun to fight!"
Bezüglich der Deckbeplankung habe ich nun eine Entscheidung getroffen, von der ich nicht absolut überzeugt bin. @Willi hatte mir Ahorn empfohlen, @Cpt.Barbossa Linde. Vielen Dank noch einmal dafür! Beide Holzsorten erschienen mir jedoch zu hell, wobei ich keine im Original gesehen habe. Meine Kirsche wird nach der Ölung schon sehr dunkel, und ich wollte keinen zu harten Kontrast haben (sicherlich Geschmackssache). Ich habe nun Birne bestellt. Das ist mir schon fast wieder zu kontrastarm, wobei der Kontrast sehr stark von der Beleuchtung abhängt (siehe letzte zwei Fotos). Die Proben sind bereits geölt.
Grüße Willi
elektrowilli
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meine Benchmark aus dem Parallel-Universum ist ja diese hier: https://shipsofscale.com/sosforums/threa...ted-build.3383/ Hier (und im Boudriot) habe ich gesehen, dass die BHR abweichend vom chinesischen Plan Verstärkungen im Burgbereich hat. Um etwas Kontrast zu haben, habe ich diese aus Birne erstellt. Den Wassergang im Bugbereich habe ich rausgerissen und neu gemacht. Nicht besonders gut geworden. Wäre es Sichtbereich, hätte ich ihn noch mal bauen müssen. So war es eher eine Übung. Dann habe ich angefangen, das Schanzkleid innen zu beplanken. Für die Nägel habe ich diesmal 0,6mm gebohrt. Das macht das Nageln noch aufwändiger, da ich bei den Zahnstochern mühsam eine Vorauswahl treffen muss: Die meisten sind für 0,6mm nicht spitz genug.
Zwei Fragen noch: 1. Wenn der Ausschnitt für die Geschützpforte (wie im Heckbereich der BHR) ein erhabenes Bergholz "anschneidet": Muss ich diesen keilförmigen Streifen dann auf den Pfortendeckel aufdoppeln? Sieht im geschlossenen Zustand sicher besser aus, geöffnet aber irgendwie doof. Und muss der Plankengang des Pfortendeckels dem des Rumpfes folgen? Oder könnte man hier sogar bewusst einen leichten Versatz bauen? 2. Die Ankerklüsen. In den Bauberichten sehe ich immer, dass die Bohrungen in Fahrtrichtung fluchten. Im Boudriot sieht es eher so aus, als müssten sie rechtwinklig zum Rumpf verlaufen. Oder ist das egal?
Grüße Willi
elektrowilli
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das Schanzkleid ist fertig beplankt und benagelt. Die Geschützpforten sind final getrimmt. Als ich damit fertig war, hat mich ein Freund darauf hingewiesen, dass die Geschützpforten mitnichten so rechtwinklig wie bei mir sind: Senkrecht ausgerichtet sind sie schon, in der Waagerechten sollen sie aber dem Deck folgen. Auf die Idee war ich nicht gekommen, hätte man im Boudriot aber erkennen können. Nun, wieder was gelernt.
Der Bugbereich mit meinen Verstärkungen ist auch benagelt. Hier hatte ich für das Nagelbild keine schlüssige Vorlage und habe es jetzt so gestaltet, dass die "Nagellinien" von vorne senkrecht ausgerichtet sind. Einen kleinen Beplankungsfehler wollte ich noch beheben und habe dabei das Plankenbild erheblich und irreversibel verschlimmbessert. Ärgerlich.
Nun habe ich Lust auf Deckbeplankung. Das wird jetzt (wieder) ein Mischmasch aus Chinaplan und Boudriot. Für die Grätings heißt das, dass ich sie ein Stück im Hilfsdeck versenken muss, damit ich sie bündig zur Beplankung bekomme. Wobei ich das inhaltlich nicht verstehe: Die verschließbaren Luken haben ein Süll und die offenen Grätings nicht?
Die Position der Mast-Beting musste ich versetzen, die ist offensichtlich falsch gefräst.
Grüße Willi
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nach drei weiteren lustlos verlegten Rumpfplanken habe ich mein Hauptdeck beplankt. Dafür, dass es meine erste Deckbeplankung ist, bin ich ganz zufrieden. Die Kalfaterung ist ordentlich, die kleinen Fischungen auch. Genagelt wurde mit 0,6mm Bohrungen. Bei den Plankenstößen hätte ich besser noch mal in den Mondfeld geschaut, die passen nicht ganz vom Raster und sind auch etwas konzentriert gesetzt. Aus Faulheit hatte ich sie ohnehin nur im späteren Sichtbereich geplant und auch in diesem Sichtbereich wird das Deck später sehr stark belegt sein. Wird also nicht sehr auffallen. Bei den weiteren Decks werde ich besser aufpassen. Bin schon sehr gespannt, wie das später mal geölt aussehen wird...
Grüße Willi
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@Gebbi: "Wer durch des Argwohns Brille schaut, sieht Raupen selbst im Sauerkraut". Natürlich kommt Paule wenig an die frische Luft, atmet Staub und Lösungsmitteldämpfe. Warum soll er es auch besser haben als ich. Immerhin halte ich ihn vom Rotwein fern. Ob er mir das dankt, sei dahingestellt. Nun ist es aber so: immer wenn Paule etwas präsentiert, wird er durchaus kurz befeudelt. Das, was oberflächlich betrachtet wie Staub aussieht, ist liebevolle Gestaltung. Das hätte einem wohlwollenden Betrachter auffallen können. Müssen gar.
So, nach ein wenig lostloser Rumpfbeplankung habe ich lieber mit dem Deck weiter gemacht. Luken, Beting und Pumpen. Letztere habe ich ergänzt, hatte der Plan nicht vorgesehen.
Grüße Willi
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Freue mich sehr über Deine Fortschritte bei der Nagelung. Eine Herausforderung besonderer Art, die ich fast immer vermeide. Bilder von Deck und Bordwand sind auch gefällig. Hansi (Koseform von Hans Huckebein) mag solche Gestaltungsmaßnahmen nicht. Abgesehen von dem Thrombosestrumpf. Der muss sein aus therapeutischen Gründen. Damit kommt er klar.
Gruß Jörg
Egal wie leer du im Kopf bist, es gibt Menschen, die sind Lehrer!