Habe mir das lange überlegt ob ich den Bau der USS Constitution von 1797 nur nach Plänen im Maßstab 1:76 überhaupt noch handwerklich bauen kann . Die Pläne , ( als ob es nicht so schon schwierig genug wäre ) natürlich alle in englischer Sprache und Bezeichnung dann auch noch in Inch Maßen sind wirklich besser als gedacht und zeigen wie das Schiff 1797 in Boston USA gebaut wurde . Das Schiff selbst ist ein Stück amerikanischer Geschichte wurde mehrmals renoviert und liegt heute noch in Boston vor Anker . Vorsichtig geschätzt braucht man für den Bau des Modells , ( möchte man es richtig bauen ) mindesten 2 bis 3 Jahre . Diesmal werde ich auch Farbe ins Spiel bringen , es sollte ja dem Original so nahe wie möglich kommen . Das heißt , das Schanzkleid wird später Außenbords schwarz und weiß , Innenbord wird’s grün und das Unterwasserschiff wird mit Kupferplättchen beplankt . Segel werde ich keine ans Modell anbringen , die aufwendige Takelage wird beim stehenden Gut mit schwarzen Leinen und beim laufendem Gut in Leinenfarben also beige geknüpft werden . So ist das Ganze geplant , obs klappt werde ich im Laufe des Baus dann sehen .
Die Pläne habe ich aus einem Nachlass recht günstig erworben , der Kiel und die Spanten waren mehr schlecht als recht bereits verleimt aber noch zu korrigieren . Alles andere vom ehemaligen Bausatz von Model Shipways war nicht mehr vorhanden oder so stark in Mitleidenschaft gezogen das es nur noch als Brennholz Verwendung fand . Den Rumpf habe ich um das Ganze zu stabilisieren mit Abachi Holz gefüllt und besser als auf den zwischendurch erstellten Bildern sauber verspachtelt und verschliffen .
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Immer daran denken , in vielen Märchen , ja sogar der Bibel - immer sind es ÄPFEL die vergiftet sind . Niemals sind es Schnitzel , Frikadellen oder Steaks GUTEN APPETIT
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Mit dem Bau der USS Constitution ist es weiter gegangen , anbei ein paar Bilder Stand 02.01.2026
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Immer daran denken , in vielen Märchen , ja sogar der Bibel - immer sind es ÄPFEL die vergiftet sind . Niemals sind es Schnitzel , Frikadellen oder Steaks GUTEN APPETIT
Du peilst das Aussehen um 1812 an, hast aber 5 Fenster im Heck vorbereitet. Ich würde Dir vorschlagen, switche beim Ziel einfach auf 1813 bis 1815 an - da passen dann die 5 Fenster - denn vermutlich hat das Schiff 1812 noch 6 Fenster gehabt.
Die Manschaft hat ihrem beliebten Cmd. Hull beim Verlassen des Schiffes nach dem Gefecht gegen die HMS Guerriere ein Modell geschenkt, das dieser der Maritime Society in Salem geschenkt hat. Es steht heute in dessen Nachfolge-Einrichtung, dem Peadody-Essex-Museum. Auch wenn es einige seltsamen "Macken" hat, scheint es mit das Beste zu sein, was wir über das Schiff von 1812 gezeigt bekommen. Schau einfach mal hier rein: Photos des Isaac-Hull-Modells Generell wird sich ein Blick in diese Seiten lohnen - wir haben da sehr viele Gemälde und Bilder auch des frühen Schiffes gesammelt. Die Besten sind wohl von Felice Cornè ..
Das Schiff hat 1812 wieder eine "offene Kuhl" und eine sehr offene Backreling .. das war ja in 1804 vor Tripolis noch anders, als das Schiff unter Cmd. Edward Preble mit geliehenen Kanonen aus Neapel gegen die Barbaresken-Piraten in Tripolis gekämpft hat und man die Kuhl komplett geschlossen hatte. Aber 1808-10 - nach Rückgabe der geliehenen Geschütze und der Rückkehr nach Boston und New York - bekam das Schiff die neuen Carronaden und damit eine neue Aufteilung der jetzt auch größeren Geschützpforten im Achterbereich des Spardeck - und eben wieder einen offene Kuhl.
All das zeigt uns das Isaac-Hull Model recht gut. Dein Modellbausatz wird das möglicherweise nicht zeigen. Vermutlich darf man auch den Farben des Modells trauen! Die Takellage scheint ausserordentlich gut gemacht.
Du hast geschrieben, Du baust nach Shipyard Plänen und verwendest einen gebrauchten Bausatz?
Es gibt von Shipyards wohl 2 Bausätze: den einen wie das Schiff - ich schätze mal - 1930 aussah (umlaufend geschlossene Rehling, 3 Fenster in der Kapitänskajüte - bei 5 "Feldern" und 3 Stückpforten im Heck des Spardecks.). Ich vermute, dass Dein Bausatz und Deine Pläne dieses Schiff darstellen.
Witzigerweise zeigt dieses Modell das Schiff mit den 15 Pforten im Gun Deck - was für 1812 noch richtig war. Aber schon der nächste Kaptän, William Bainbridge, lies nach Übernahme des Kommandos von Isaac Hull ganz vorn eine sogenannte "Bridle Port" einschneiden, die dann später (und damit auch 1930) auf die Größe der Gun Ports angepasst wurde. Somit hat das Schiff sei ca. 1813 scheinbar 16 Gun Ports.. wobei die vordersten vermutlich niemals je eine Kanone beherbergten, da der Raum dahinter kaum für einen Kanone gereicht hätte. Die Bridle-Ports waren für Beladen oder Manöver mit Ankertauen oder Leinen zum Schleppen oder beim Festmachen gedacht. Wenn Du also von 1812 auf 1813 umschwenkst, denke daran, die 16te Pforte am Bug einzubringen ..
Das hier ist ziemlich eindeutig 1930 folgende:
Diese messingen .. tja was. Geländer? .. Zeltstangen? .. über den Niedergängen sind wohl eine Ergänzung des 20ten Jahrhunderts. Sie sind mir jedenfalls noch nie an einer früheren Version aufgefallen.
Weiss da jemand mehr darüber?
Auch das achteckige Oberlicht auf dem Achterdeck (im Modellbild etwas im Hintergrund) kam wohl erst 1930 durch John Lord in das Schiff .. bin nicht ganz sicher. Aber definitiv nicht 1812 ! Es sieht so im Bausatz recht plump aus. Da sollten eigentlich Scheiben drin sein.
Hier wie das Unterdeck - in der After Cabin - die Bank an der Wand zur Great Cabin erleuchtet:
Man sieht oben über der Bank den hellen "Tunnel" und den Griff, mit dem man wohl die Fenster zum Lüften öffnen kann.
Es gibt auch einen Bausatz des Schiffes für 1797 der so ziemlich das Beste zu sein scheint, was man als Bausatz für diese Epoche finden kann. Das Heck ist William Bass´s Rekonstruktion nachgebildet. Es fehlt beiden die Eleganz der damligen fast noch barocken ins klassizistische übergehenden Heckzier. Die Kuhl offen - aber es sind noch viele, viele Fehler zum tatsächlichen 1797er Zustand im Bausatz.
Ein ganz hässlicher Fehler ist die Galionsfigur, die ganz offenbar den Andrew-Jackson darstellt, der aber erst viel später für eine gewisse Zeit den Bug "zierte" Brrrrrr .. warum da so ein Fehler in diesem Bausatz ist?? Es ist klar, dass das Schiff 1797 bis 1804 eine Figur am Bug hatte, die Herkules in einer recht dynamischen Position zeigt - mit ausgestrecktem Arm und der Papierrolle der namensgebenden Constitution in der Hand hoch vor sich und dem Schiff her tragen. Da sollte also der in Boston so unbeliebte, schnöde und steife Jackson nicht stehen!
Du peilst das Aussehen um 1812 an, hast aber 5 Fenster im Heck vorbereitet. Ich würde Dir vorschlagen, switche beim Ziel einfach auf 1813 bis 1815 an - da passen dann die 5 Fenster - denn vermutlich hat das Schiff 1812 noch 6 Fenster gehabt.
Die Manschaft hat ihrem beliebten Cmd. Hull beim Verlassen des Schiffes nach dem Gefecht gegen die HMS Guerriere ein Modell geschenkt, das dieser der Maritime Society in Salem geschenkt hat. Es steht heute in dessen Nachfolge-Einrichtung, dem Peadody-Essex-Museum. Auch wenn es einige seltsamen "Macken" hat, scheint es mit das Beste zu sein, was wir über das Schiff von 1812 gezeigt bekommen. Schau einfach mal hier rein: Photos des Isaac-Hull-Modells Generell wird sich ein Blick in diese Seiten lohnen - wir haben da sehr viele Gemälde und Bilder auch des frühen Schiffes gesammelt. Die Besten sind wohl von Felice Cornè ..
Das Schiff hat 1812 wieder eine "offene Kuhl" und eine sehr offene Backreling .. das war ja in 1804 vor Tripolis noch anders, als das Schiff unter Cmd. Edward Preble mit geliehenen Kanonen aus Neapel gegen die Barbaresken-Piraten in Tripolis gekämpft hat und man die Kuhl komplett geschlossen hatte. Aber 1808-10 - nach Rückgabe der geliehenen Geschütze und der Rückkehr nach Boston und New York - bekam das Schiff die neuen Carronaden und damit eine neue Aufteilung der jetzt auch größeren Geschützpforten im Achterbereich des Spardeck - und eben wieder einen offene Kuhl.
All das zeigt uns das Isaac-Hull Model recht gut. Dein Modellbausatz wird das möglicherweise nicht zeigen. Vermutlich darf man auch den Farben des Modells trauen! Die Takellage scheint ausserordentlich gut gemacht.
Mit Deinem Vorschlag den Bau Stand 1813 - 1815 liegst Du sicher richtig , werde ich jetzt auch so machen , es ist ja noch nichst passiert . Die Seiten schaue ich mir an . Danke für den Tipp Gruß Herbert
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Die bei mir noch fehlende Luke an Bug hat seinen Hintergrund . Ich wollte zuerst mal eine sichere Auflage für die Planken haben und danach die Luke einbauen - ist jetzt ja kein Hexenwerk und es scheint wirklich kein Platz Innenbords für ein Geschütz zu sein . Galionsfigur , das war mir neu das es überhaupt eine gab , sieht unpassend aus . Gruß Herbert
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Und es gibt darauf basierend sehr schöne Interpretationen davon: diese hier ist wirklich gut. Sie ist von Lloyd McCarrery, der sich auf miniatur-Schnitzereien von Galionsfiguren spezlalisiert hat.
in der rechten, ausgestreckten Hand die Rolle mit der Constitution - die Linke auf ein Faszien-Bündel gestützt (Symbol der Macht des Volkes) und auf dem Fels der Rechtstaatlichkeit stehen (oder so). .. Als Herkules hat er natürlich das Löwenfell umgebunden und ist vermutlich bärtig und muskulös. Hercules war damals ein Symbol der Macht des einfachen Volkes - das ja beim neuen Experiement "Demokratie" die eigentliche Macht innehaben soll. Sol wird die Figur verbal beschrieben - und man kann sie in Cornè´s Gemälde erahnen.
Für die 1812er (oder später) Constitution spielt das ja aber keine Rolle - das Schiff hat seit 1804 und einer Kollision mit der US Frigate President im Mittelmeer eine Scrolle - wie heute. Der Andrew Jackson war nur ein relativ kurzes "Zwischenspiel" weit nach 1812. Du kannst also bei einer Skrolle bleiben.
Die Bridle Port - Du kannst es Dir einfach machen. Sehr wahrscheinlich war diese sehr weit vorn liegende Pforte die meiste Zeit geschlossen - vor allem auf Fahrt. Man sieht am Hull Modell sehr schön, dass alle Kanonenpforten - bis auf die aller ersten beiden vorn - keine klappbaren / fest installierten Stückpfortendeckel hatten wie später. Sie hatten ganz sicher Deckel - nur wurden die vermutlich verstaut - und nur bei wirklich schlechtem Wetter eingesetzt. Aber die vordersten beiden Kanonen-Pforten hatten fest installierte Deckel. Das ist vermutlich dem Zweck geschuldet, dass diese viel öfter geschlossen werden mussten - auch bei gutem Wetter - wenn der Wellengang am Bug das erfoderlich machte. Die Bridle-Port Öffnung war ja nun auf Fahrt überhaupt nicht notwendig - konnte also auf Fahrt immer geschlossen bleiben.
D.h. Du kannst es am Modell mit der Andeutung einer geschlossenen Pforte belassen - und musst die Beplankung gar nicht unterbrechen!
Ja so geht’s auch , so hatte ich noch nicht gesehen . Danke Markus
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Suche für die USS Constitution geeignete Farben . Da ich bei meinen Schiffen keine Farben verwendet habe kenne ich mich nicht aus , Die Farben sollten auf jeden Fall matt sein , könnt ihr mir da einen Tipp geben ?
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