Und dies ist eines der weißbäuchigen Schiffe (1), die schon Homer in der Ilias beschrieben hat. Mit diesem Epitheta weist der Dichter auf bestimmte Eigentümlichkeiten in der Tradition des griechischen Schiffbaus hin. So wie die Schiffbaumeister der Antike will auch ich durch diesen Anstrich das Holz vor Nässe und Zersetzung schützen. Bei einem Fahrmodell ist die Konservierung des Materials sehr wichtig. Die Arbeiten am Schiffskörper sind abgeschlossen, die Fenster in der Heckkabine sind gesetzt, die Rüstbretter sind angebracht. Nun kann ich mit dem Farbauftrag weitermachen. Das Galion wird endgültig so ausgeführt, wie auf dem schon mehrfach gezeigten Bild der Replik "Maryland Dove", rechts/Bild 3.
Gruß Jörg
(1) Vielleicht steht da schwarzbäuchig. Es geht auf jeden Fall um Schiffe.
Egal wie leer du im Kopf bist, es gibt Menschen, die sind Lehrer!
Liebe Emily, So wichtig wie das Galion ist bei dieser Sorte von Pinassen der Druilbogen. Man bracht ihn, weil darunter die Pinne verläuft. @emily.ndh Und wie macht man sowas? Dünnes Furnierholz mit querverlaufender Maserung wird mehrlagig auf eine Dose/Flasche gelegt und mit Klebeband fixiert. Die Flasche sollte einen entsprechenden Umfang haben. Dann wird zugesägt, angepasst, angestückelt und gespachtelt. Die Löcher für die Juffern auf den Rüstbrettern habe ich recht weit auseinander gesetzt. So werden sie den Mast gerade halten.
IMG_5160.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)
Grüße nach ndh., Jörg
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Hallo!. Frage: Der Druilbogen scheint auf dem Bild sehr hoch über dem Deck zu sein. Er soll doch lediglich dazu dienen, die Ruderpinne frei zu bewegen. Bei der Hebelwirkung dürfte diese Auflage und Befestigung nicht reichen. Ich würde sie flacher machen. Siegfried
Du hast recht, Siegfried! Wieder mal. Ich habe Furnierstreifen um eine dickere Flasche geklebt und den flacheren Bogen dann tiefer gesetzt. Er muss noch geschliffen und gekittet werden. Auch wurden die Pfosten für die Drehbassen gefertigt. Der Rumpf außen wurde braun gestrichen, aber diese nordhäuser Farbe deckt wieder nicht. Da muss noch eine Schicht drüber.
Das zweite Bild zeigt eine ostfriesische Schaluppe mit einem ähnlich verankerten Besanmast. Im harten Einsatz auf dem Teich hat diese Konstruktion sich gut gehalten.
100_7394.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)100_7395.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)IMG_5167.JPG - Bild entfernt (keine Rechte) Du meinst unser Thomas hat ein Alloholproblem? Und wenns schlimmer wird?
Heute ist nicht viel passiert in der Werkstatt. Das Schiff wurde außen ein zweites Mal gestrichen, die Luken und der Niedergang wurden gefertigt. Aber ich war mit einem Kollegen am Teich, deshalb segeln jeweils zwei Modelle gleichzeitig. Und böig wars, richtig sehr. Dabei festgestellt, dass bei der Leigh Smack die Speigatten vergessen wurden. Die Smack lag häufig recht schräg und das Wasser schwappte an Deck. Zu Hause gleich Löcher gebohrt und viereckig ausgeformt. Im mittleren Bild sieht man den grauen Container. Darin rumoren starke Pumpen, die den Teich belüften. Dadurch wird das Wasser ganz rein und adriablau. Funktioniert aber nicht. Ist so eine Erfindung aus Sachsen.
Gruß Jörg
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Es ging dann weiter mit dem Bugspriet und dem Großmast. Unterwegs wurde auch der Bratspill gefertigt und der Niedergang zum Vorunter. Die Rute für das Lateinersegel und der Sprietbaum sind auch schon fertig.
Die ersten britischen Siedlungen an der Ostküste Nordamerikas wurden durch finanzstarke Handelsgesellschaften gegründet und unterstützt. Diese Gesellschaften wollten in den Pelzhandel oder den Tabakvertrieb einsteigen. Sie boten Gegnern der anglikanischen Hochkirche eine neue Heimstatt und erwarteten von ihnen den Tauschhandel mit den Eingeborenen und den Anbau von Mais/Tabak. Die Siedler reisten mit großen Handelsschiffen, den Galeonen. Diese wurden von kleinen, max. 40 - 50 Tonnen schweren Pinassen begleitet. Diese konnten die Küste erkunden, Kontakt mit den Eingeborenen aufnehmen, mit anderen europäischen Siedlungen Handel treiben, die eigene Niederlassung vor spanischen Überfällen schützen und auch durch Fischfang das Überleben sichern. Diese ozeanfähigen Kleinsegler blieben in der Kolonie zurück, während das Auswandererschiff wieder zurückfuhr. Hier sehen wir im Hintergrund die Pinasse "Dove" , die an der Gründung der Kolonie Maryland beteiligt war und im Vordergrund die "Little James", die die Siedler in der Plymouth Plantation unterstützte. Beide Schiffe tragen ein Sprietsegel am Großmast, darüber ein Rahtopsegel zur Nutzung von achterlichem Wind. Am Besanmast ist ein Lateinersegel angebracht. Diese Pinassen entsprechen dem Typ des seegängigen Bojers.
Sorry , Jörg , ich muss dich nerven . Auf der von dir eingestellten Abbildung ist ganz deutlich sichtbar , dass das Galion verkleidet ist . Und nun ? Du bist vermeintlich schon wieder mal fast fertig . wolltest du dich nicht an diese Abbildung halten ?? . Bei dir gibt es nur das Galionsscheg und dann war Schluss . Ende im Gelände ? . Die Follower wünschen Aufklärung .
Fragende Grüße von Thomas
emily.ndh
hat folgende Bilder an diesen Beitrag angehängt
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Screenshot 2026-04-09 191
Ich werde dich aufklären, macht ja sonst keiner nicht. Also, es ist so: heute habe ich den Bugsprietzurring angebracht und das Großstag. Nun erst, guter Padawan, kann ich Rumpf und Scheg mit dieser Verkleidung verbinden. Geduld du musst haben. Hetz mich nich.
Gruß an den Follower Jörg
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Hier wieder die beiden üblichen Bilder als Arbeitsnachweis. Hinter der "Little James" steht die "Indeavour". Sie war das erste in Nordamerika gebaute gedeckte Schiff und entstand im Mai des Jahres 1611. In diesem Monat meldet der Gouverneur von Cupids Bay, New Foundland, dass er eine Bark, eine offene Schaluppe und 6 Fischerboote hat bauen lassen. Die London und Bristol Company of Plantation hat ca. 50 Siedler auf diese Insel geschickt, ganz im Südosten, wo die klimatischen Verhältnisse gerade so erträglich sind. Diese Auswanderer, zumeist arme Tagelöhner oder Kleinbauern, sollen hier ganzjährig leben, sich selbst versorgen und zusätzlich Fischfang betreiben. England will damit einen Besitzanspruch auf die Insel anmelden. Das gefällt Franzreich nicht, denn Neufundland liegt vor dem St. Lawrence Strom, über den die Franzosen ihren Pelzhandel abwickeln. Gegner sind auch Piraten, die die abgelegene Insel als Rückzugsbasis nutzen und von hier baskische Walöltransporter angreifen. Mit der "Indeavour" will der Gouverneur John Guy die Süd- und Ostküste erkunden und Kontakt mit den Beothuk Indianer aufnehmen. Eine Erkundung über Land ist nicht möglich, die Insel ist noch stark bewaldet und es gibt keine Pfade. Das Schiff ist nur 12 m lang und 2.7 m breit. Es führt ein sogenanntes Biscay shallop rig, also Rahsegel an Fock- und Großmast, Lateinersegel am Besan. Am 24. 10 1612 schreibt der mitreisende Henry Crout: " Wir ruderten den ganzen Tag mit unserer pennice und zogen dabei die Schaluppe. Gegen 3 oder 4 Uhr erreichten wir mit unserer barke eine Meerenge..." Die "Indeavour" wird im gleichen Abschnitt als Bark und als Pinasse bezeichnet, wobei das Wort Bark die Besegelung, das Word Pinasse den Verwendungszweck wiedergibt. Die "Little James" wurde weiter vervollständigt. Beachtenswert sind die schön ausgebildeten Rüsteisen und die Galionsverkleidung. Beim Farbauftrag der dunklen Umrandung kam dieser Farbroller (auf der Kistluke, pat. pending) zum Einsatz. Als Figur - diese war in der Zeit, als die meisten Menschen nicht lesen konnten - wichtig, kommt die Büste des "averted James" (abgewendeter Jakobus) zum Einsatz. Das Original hat Giorgio Vasari als Fresco im Kloster San Bosco, Bologna ausgeführt.
Gruß Jörg
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Die Bermuda Sloop, die Leigh Smack und der Brixham Trawler. Alle recht erfreulich. Die Sloop und der Trawler segeln mit einer alten Anlage (40 MHz) und brauchen eine lange Antenne. Man sieht sie am Mast.
Gruß Jörg
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