als Neuling beim Modellbau möchte ich hier mal über mein Projekt berichten. Nach einem Steckbausatz von ROKR der „Seahorse Barque“, welche zumindest mit etwas Abstand schon ok aussieht, habe ich Blut geleckt und mir nach ausführlicher Recherche diesen Bausatz der H.M.S. Beagle geholt. Die Occre-Version überzeugte mich am meisten von den gewissen Herstellern dieses Bausatzes. Maßstab ist ja 1:60, somit ist das ganze Schiff, wenns mal fertig werden sollte, stolze 72cm lang.
IMG_9555.jpeg - Bild entfernt (keine Rechte)
Am 16.4.26 war Kiellegung, diese Helling hab ich mir aus einem YT-Video abgeguckt, wo jemand auch dieses Schiff baute (leider ist seine Videoserie nicht vollständig) und das Spantengerippe steht soweit. Ich nutze sicherlich nicht alle korrekten Bezeichnungen der ganzen Schiffsteile (wie Wanten, Stag,…) aber ich lerne ja hier durch auch.
Mal sehen, wie viele Fehler ich mache, was ich hoffentlich noch rechtzeitg merke und ob am Ende nicht ein schöner Toaster herauskommt.
Ich habe heute das Hauptdeck schon mal vorbereitet, d.h. ca. 20 der Plankenhölzer mit Bleistift umrahmt, von der Mitte aus erst auf steuerbordseite aufgeklebt (mit Holzleim), mit einigen Kilo Büchern beschwert trocknen lassen, dann backbordseitig die Planken verklebt, ebenfalls trocknen lassen (die Trocknungszeit war mit mindestens 20min angegeben, reichte hier auch). Dann ünberschüssiges Plankenholz abgetrennt, etwas geschliffen und die notwendigen Einschnitte und Löcher ausgeschnitten. Ja, man darf nicht alles ausschneiden, was auf der Trägerplatte eingeschnitten ist, einiges dient nur dem Kontakt mit dem Spantengerippe.
IMG_9562.jpeg - Bild entfernt (keine Rechte)
Morgen vermutlich muß ich dann die Planken noch in der Länge begrenzen (mit Bleistift, wobei ich überlege, auch mit dem Messer entsprechende Cuts zu machen), plus die Vernagelung. Werde stilsicher da dieses „Three Butt Shift“ befolgen. Dann kommt etwas helle Beize darauf, muß aber noch testen, was sich eignet. Ich hatte mir da dieses Mini Pack von Artesania Latina geholt, wo 4 Beizen, eine weiße Grundierung und ein Satinlack drin sind. Ich denke, irgendwas wird schon dabei sein. Schauen wir mal!
mit diesem Link gelangst Du zur Website unseres leider schon verstorbenen Modellbaukollegen Karl Heinz Marquardt, welcher in seinen deutschsprachigen Abhandlungen auch die HMS Beagle beschreibt. Sicher findet Du dort zusätzliche interessante Details und Informationen.
Manchmal ist die Darstellung von kleinsten Details im Verhältnis zum Maßstab schon recht mühsam und verschwindet dann mit der Deckseinrichtung. Vielleicht ist hier weniger mehr. Es genügt wohl schon die Plankenstöße und Nägel mit einem harten Bleistift anzudeuten. Zwischen den Aufbauten würde ich die Planken nicht teilen.
Danke für die Hinweise und Links. Ich bin noch bei der Einteilung des Decks für die Plankenbildung an sich und diesem Three Butt Shift. Und kämpfe damit, mich micht zu verzählen. Aber noch ist nichts passiert, hab nur dünne Klebestreifen quer alle 1,5cm. Werd wohl zumindest an den Plankengrenzen die Hölzer etwas eindrücken.
Das Hauptdeck ist schon mal beplankt und vernagelt. Würde da schon ganz gern eine helle Eichenbeize drüberstreichen. Erst mal früber schlafen. Soll ja auf jeden Fall hell sein, aber irgendwie ist es mir so zu „roh“. Die anderen Decks muß ich auf jeden Fall noch sauberer hinbekommen.
Hallo Andreas Die Plankenstöße jetzt schon festzulegen halte ich für verfrüht. Markiere erst die Luken im Deck. Oftmals sind die Abstände zwischen den Luken kleiner, als die verfügbaren Längen der Planken. Dann wurden keine Stöße gesetzt, schon gar nicht nur, um sich an irgendein Muster zu halten. Jeder Plankenstoß bedeutete eine Schwächung des Gefüges, also versuchte man sie möglichst zu vermeiden.
Das Muster ergab sich einzig durch die Notwendigkeit, nicht zu viele Stöße auf einem Unterholz (Deckbalken/Spant) auskommen zu lassen, weil das ebenfalls eine Schwächung bedeutet hätte. Die Regelmäßigkeiten, die wir Modellbauer hier gerne einbauen, gab es in der Realität wohl eher selten, wenn überhaupt. Zwischen den Luken gab es meist keine Stöße.
bis denne Willi
Es ist nicht alles falsch, was man nicht versteht.
das Hauptdeck mit heller Eiche dünn gebeizt, fand das rohe Balsaholz doch etwas zu hell. Auch klebt es nun auf dem Spantengerippe:
IMG_9581.jpeg - Bild entfernt (keine Rechte)
Ich habe auch schon mit den ersten Aufbauten angefangen, die hinten quasi mit 4 Türen den Eingang unter dem PoopDdeck bilden und vorne unterm Vorderdeck sind. Zudem sind Vorder- und Poopdeck frisch mit Plankenholz beklebt, das trocknet grad unter diversen dicken Büchern als Gewicht.
Aber zunächst müssen ja die Deckaufbauten da fertig sein: Die Wände fehlen, da müssen noch Planken dran - hier bin ich grad mittendrin, aber erst muß der Kleber trocknen:
Es geht langsam weiter: nachdem ich meine Farben etwas spät bestellt hatte (erst als ich sie braucht), und der Händler sie auch trotz Angebot erst selbst nachbestellen musste, kamen sie heute an und ich habe die Wände an Deck in schönem Ocker bepinselt. Das paßt zumindest zu meinen Informationen, daß Wände eher dick bemalt waren und die Holzstruktur anscheinend kaum sichtbar war. Bin aber auch erst mit dem ersten Anstrich durch:
Da kommen nun 4 Türen und auf der anderen Seite Fenster dran, die in einer Messing-Ätzplatte im Bausatz dabei waren. Das bloße Messung werd ich aber nicht so lassen, es gibt braune Türen mit weißen „Verzierungen“ (die Vertiefungen der geätzten Türen).
der Bauabschnitt „B“ ist nun vollendet. Türen und Fenster sind bemalt und aufgeklebt, Vorder- und Poopdeck sind ebenfalls fixiert. Die Fenstergitter hatte ich schwarz angemalt, und damit für mich etwas mehr der Eindruck eines Fensters, dahinter noch eine hellbraune Scheibe geklebt (ja, umgangssprach auch Backpapier genannt, sieht man aber nicht wirklich). Die Türen sind dunkelbraun mit weißem Rahmen und Messing/Goldfarbenen Türgriffen.