Hier seht ihr die "Nancy" und was fällt euch auf? Richtig, sie hatte nur wenig Tiefgang. Die oberen Stringer sind in Höhe des Decks eingenutet und es wird noch eine Bordwand aufgesetzt, aber es war ein flaches Schiff. Immerhin musste der Schoner den St. Clair und den Detroit River befahren können um vom Huron in den Erie See zu wechseln. Die "Challenge", ein Getreidetransporter aus der Zeit um 1850 war gleichfalls so ausgeführt, hatte aber einen strömungsgünstigen Klipperbug. Um die Abdrift des breiten Rumpfes zu mindern, war ein Mittelschwert eingebaut. Der Plan der "Challenge" hatte nur wenige Mallen. Mit vielen eingenuteten Stringern habe ich das ausgeglichen.
Heute ist der dritte Bautag und wieder sind die Produktionsziele erreicht worden. Die Rumpfbeplankung wurde ausgeführt, Kiel und Steven wurden angesetzt, zwei Berghölzer wurden angebracht. Der Kiel und der achterliche Steven sind wieder aus dem Stab einer Sylvesterrakete entstanden: per astra ad mare. Auch die Verbreiterung und das Schloss für die AKF sind ausgeführt. Das ganze Konstrukt wurde mit Epoxy versiegelt. Morgen wird dann mit Gewebe laminiert. Matthäus darf euch dann die Zeichen deuten. @victory78
Gruß Jörg
Egal wie leer du im Kopf bist, es gibt Menschen, die sind Lehrer!
Die Nancy steht jetzt richtig rum. Das kommt aber nur dadurch, weil ich ihr einen Schiffsständer spendiert habe. Der Rumpf wurde geschliffen, mit Autospachtel geglättet, wieder geschliffen und mit Gewebe und Epoxi laminiert. Nun bappt er erstmal und weil keine Sonne scheint, wird das Aushärten länger dauern. Nach der Zulassung des Baus von privaten Sloops und Schonern kam eine ganze Anzahl von britischen Schiffbauern an die Großen Seen und beteiligte sich an dem Bauboom. Hier konnte man viel Geld verdienen.
PS.: Und jetzt wird euch Matthäus wieder eine Lektion zu den seltsamen Zeichen auf der Bordwand erteilen. Interessant auch der kleine Kreis im Bugbereich. Vielleicht handelt es sich hier um ein stilisiertes Auge als Symbol für Wachsamkeit und Fährtensuche. Wir sind gespannt... Frank wird erkannt haben, dass im Bug- und Heckbereich wieder Frischhaltefolie als Trennschicht verwendet wurde, damit sich das Massivholz nicht mit der Rumpfbeplankung verbindet. Fehler dürfen wir uns nicht erlauben, der Hansi und ich. Bild 3 zeigt die "General Hunter" mit wenig Tiefgang, als sie so weit war. Auch sie wurde bei Detroit gebaut, aber auf der anderen Flussseite (Amherstburg). Im Vordergrund ein Drehmast samt Getriebekasten.
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Der Rumpf wurde mit Spritzspachtel übersprüht und Fehlstellen wurden mit Autospachtel nachgearbeitet. Der Drehmast und der Servo für die Verstellung der Schratsegel wurden eingebaut, die Schoten wurden verlegt. Laminierte Decksbalken wurden gesetzt und dazwischen Sperrholzplättchen verleimt. Dieses "falsche" Deck wurde mit Holzkitt egalisiert und die ersten Plankenreihen wurden geklebt. Jetzt mache ich erst mal das Hauptdeck, das erhöhte Achterdeck kommt später dran. 60 Jahre nach dem Bau der "Nancy" befahren ganz andere Schiffe die Oberen Seen. Hier ein Lumber Hooker mit Peilstange am Bug.
Gruß Jörg
Egal wie leer du im Kopf bist, es gibt Menschen, die sind Lehrer!
Die Planken vom Hauptdeck wurden verlegt, geschliffen, gebeizt und mit Epoxi versiegelt. Auch die Fenster wurden gefertigt. Da das Modell nun in der Sonne trocknen muss, war ich mit der neusten Pinasse und dem tasmanischen Schoner "Enterprize" am Teich. Sehr entspannend.
Gruß Jörg
Egal wie leer du im Kopf bist, es gibt Menschen, die sind Lehrer!
Das mit dem Epoxi ist eine neverending story. Und gesund ist es auch nicht. Jedoch, ich sehe am Teich viele Modelle und oft sind sie rissig und ziehen Wasser. So soll es auch nicht sein.
So habe ich heute das frisch erstellte Ruderblatt mit Epoxi gestrichen und das Hauptdeck ein 2tes Mal. Die Fenster sind auch gesetzt und das Achterdeck ist teilweise ausgeführt.
Gruß Jörg
Egal wie leer du im Kopf bist, es gibt Menschen, die sind Lehrer!
Detroit bekommt ja mal den Beinamen Motown, hier waren Ford, General Motors und Chrysler zu Hause. Ich war da, so 2018. Ganze Straßenzüge bestanden aus leerstehenden Häuser oder aus Brachflächen. Aber vorher wurde hier die "Nancy" gebaut, weit weg im Grenzland zum Wilden Westen.
Die Decks sind fertig, die Bordwandstützen auch. Jetzt geht es um das Dollbord. Es besteht wieder aus drei Baukomponenten.
Hallo Siegfried, Habe nach P4 gegoogled. Nicht fündig geworden. Brauche mehr Info.@Semper talis
IMG_5292.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)
Das ist jetzt aus der Nancy geworden. Die aufgesetzten Relinge sind durch eingelassene Zapfen gesichert. Speigatten und Geschützpforten sind auch ausgearbeitet.
Gruß Jörg
Egal wie leer du im Kopf bist, es gibt Menschen, die sind Lehrer!
Hallo! Leider habe ich keine Dose mehr davon. Aber die Beschreibung von Matthias ist richtig. So sahen die Dosen aus. Also G8. Scheinbar gibt es diese Dosen nicht mehr im freien Handel. mfG Siegfried
Dem Siegfried verkaufen die das Zeug nicht mehr. Soll nämlich nur von geschulten Fachkräften verwendet werden. Ist wohl noch toxischer als Epoxi. Und dann die Preisgestaltung. Siegfried, bei dir muss man vorsichtig sein, sehr vorsichtig!
IMG_5293.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)
Die Farbe deckt wieder nicht. Wohl auch von Vosschemie, oder schlimmer noch aus Nordhausen.
Gruß Jörg
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