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Mayflower nach Model Mariner’s Rekonstruktion, Variante mit geraden Auflangern, M 1: 192
Als Variante zu meinem Modell im Maßstab 1:64 und als Vergleichsobjekt zu meiner Mini Graupner Mayflower habe ich mich entschlossen, noch ein Mayblümchen, mit geraden statt mit nach innen gekrümmten Auflangern und im gleichen Maßstab wie die Graupner Version zu bauen.
Die Bauweise entspricht im Wesentlichen der meiner Graupner Minimayflower. Schichtbauweise für den Rumpf vom Kiel bis zum Hauptdeck, linke und rechte Rumpfseite auf Kielplatte geleimt. Aufbauten bis Halb-, Poop- und Backdeck in gemischter Bauweise (siehe Bilder in folgenen Beiträgen). Alle später sichtbaren Bauteile voll beplankt.
Als erstes habe ich die Kielplatte gefertigt. Da ich kein entsprechen großes Stück Holz in der benötigten Stärke hatte, habe ich die Kielplatte aus 5 x 1,5 mm Leisten zusammen geleimt. Die Zeichnung hatte ich ja von der M 64 Version und brauchte sie nur verkleinert auf ein Drittel drucken.
Für den die beiden Rumpfhälften habe ich aus dem Linienriß Wasserlinien in Höhe der Schichtstärken gezeichnet und aus entsprechend dicken (bzw. dünnen) Birnenbrettchen ausgesägt, verleimt und in die richtige Form geschliffen:
Zitat von hanseat im Beitrag #5Du summelsd, isse gar nicht inne Flasse, isse dahinta.
Da liegst du falsch, das Modell war schon in der Flasche. Genauer gesagt, in einem Spagettiglas mit entsprechend großer Öffnung. Den linken Teil des Fotos mit der großen Öffnung habe ich in einem Fotobearbeitungsprogramm (GIMP) durch den oberen Teil einer zylindrichen Flasche (liegend aus gleichem Winkel auf gleichem Untergrund wie das Glas mit dem Modell fotografiert) ersetzt.
Die Unterkante der 3 vorderen Geschützpforten sind der Höhe nach in Schicht 5, die Oberkante in Schicht 6, die 4. Pforte liegt zu Gänze in Schicht 6. Was ich vorher nicht erwähnt habe: die unterste Schich ist 2,5 mm stark, die anderen 5mm. Für die Öffnungen der Geschützpforten habe ich mit der Kreissäge Nuten in der Pfortenbreite in die SChichten 5 und 6 geschnitten (tiefer als die Ober- und Unterkanten der jeweiligen Pforten) und habe kleine Holzstücke in der Dicke der Bordwand (Pfortentremel + Innenbeplankung) eingesetzt. Die richtige Höhe wird nach zusammenleimen der Schichten mittels kleiner Feile angepasst.
Nach dem Verleimen der Schichten 1 -7 habe ich die Rumpfhäften mit Rubberzement auf ein Brettchen (Form wie die Kielplatte bis Innenkante Vorsteven, OK Kiel und Achtersteven und Oberkante Schicht 7) geklebt und oben auf Schicht 7 einen Holzklotz geschraubt. Der Holzklotz dient zum Einspannen der Rumpfhälfte in einen Schraubstock zum Schleifen der Rumpfform, das Brettchen zeigt mir an, wie weit ich (speziell im Bugbereich) schleifen darf ohne zu viel wegzunehmen. Die obersten zwei Schichten sind auch nur mit Rubberzement geklebt, damit sie nach dem Schleifen noch zum Einschneiden der Geschützpforten auseinander genommen werden können.
Beide Hälften zusammen (noch nicht geklebt), Schicht 7 ist zwischen Back und dem achteren Teil des Raumes unter dem Halbdeck bis auf Deckshöhe (minus Stärke Decksplanken) ausgearbeitet.
Back, Hütte und Poop. Beplankung Decks und Außenbeplankung: Die Oberkante dieser Bereiche ist schon durch die Kielplatte gegeben. Back und den hinteren Teil bis zur Höhe Halbdeck bzw Poop habe ich wie im nächsten Bild ersichtlich durch Aufleimen von Schichten an beiden Seiten der Kielplatte angefertigt, den vorderen Teil unter dem Halbdeck, der nach vorne durch ein Halbschott geschlossen ist, durch einen ausgehöhlten Block aus Abachi. Das Halbschott wurde durch aneinander geklebte dünne Leisten angefertig. Oben im Halbdeck sind rechteckige Öffnungen für die Gräting und die Luke für den Rudergänger vorgesehen, ebenso im Backdeck für die kleine Luke zur Durchführung des Fockfalls zum Knecht darunter. Die Oberkante der (aus 1,5 mm Leisten gerfertigten) Kielplatte bildet die mittlere Planke des Haupdecks (im Bild bereits beplankt), Back- und Poopdeck. An den Teilen für Back und Poop habe ich vorne und hinten Schotts mit den zugehörigen Türen als Abdeckung angeleimt.
MF192 Rumpf mit Aufbauten.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)
Nächste Bilder: Alle Decks sind beplankt, Die Öffnung für den Fockmast ist hier noch nur ein rechteckiger 1,5mm breiter Schitz (die Ausnehmung in der Kielplatte) und wird später aufgebohrt, das gleiche am Hauptdeck für den Großmast.
Nachdem der Unterbau des Rumpfes jetzt fertig ist, geht es mit der Beplankung weiter. Im Gegensatz zur Mini Graupner Mayflower werde ich das Unterwassersschiff nicht weiß färben (und mir damit die Beplankung in diesem Bereich schenken) sondern auch komplett beplanken. Beginnend mit dem oberen der Mainwales habe ich 4 Plankengänge nach oben angebracht und drüber das oberste über die ganze Schifflänge durchlaufende Bergholz. In diesem Bereich bietet der Plankenverlauf eigentlich keine Schwierigkeiten, die Planken haben über die ganze Länge die gleiche Breite und im Bugbereich müssen die Planken auch (fast) nur in einer Ebenen gebogen werden. Unter den Mainwales habe ich dann die Planken abwechselnd vom Kiel nach oben und von den Berghölzern nach unten angebracht. Hier mussten die Planken teilweise schon über die Länge in der Breite geändert und teilweise in zwei Ebenen gebogen und verdreht werden, teilweise mussten auch Stealer verwendet werden.
MF192 teilweise beplankt.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Die Beplankung der Bordwände im Bereich der Kuhl wird noch etwas kniffelig, Bericht demnächst.
Klaus
Model Mariner
hat folgende Bilder an diesen Beitrag angehängt
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Backdeck beplankt.jpg