Ich war auf Modellbauentzuch, keine Zeit was zu machen und nicht ein Mal um das schon Gebaute zu dokumentieren.
Die besegelte Variante der Launch muss gerade hinten abgestellt werden, Marderschaden, die haben das Segel angebissen ...
Deshalb ging es mit der Variante weiter, die mit Davit ausgerüstet zum Anker Losbrechen und Fischen ausgerüstet ist.
Das war der erste und letzte Stand.
Zuerst war da mal die Frage, wo kommt das hochgeholte Kabel hin? Instinktiv hatte ich das ja beim ersten Test im Bug verstaut.
Doch um am Bratspill einen Flaschenzug ansetzen zu können kann dieser eigentlich nur nach vorne gehen und das Kabel dementsprechend nach hinten. So habe ich mich für die Schiffsmitte als Lagerort entschieden, ist auch besser austariert und im weiteren sieht man auch, dass das so gut ist.
Aber zuerst ein bisschen Kleinvieh, macht auch Mist ;-)
Die Flaschenzüge werden vorkonfektioniert, dieser hier soll locker hängen, deswegen habe ich ihn mit Tapetenleim in Form gebracht
Auch Draggen und die Schöpfkellen haben sich eingefunden.
Zum Einbinden der Ankertrosse habe ich eine Pinzette in meinen Schraubstock eingespannt.
Und dann noch eine schöne Bucht gebaut.
Und hier ist es schon, das Kleinvieh.
Und jetzt wurde es angenehm spannend, aber schaut selbst ...
Während 2 Jungs den Flaschenzug sichern, wird auf der anderen Seite gerade die Spake gewechselt. Der Unteroffizier hat sein wachsams Auge über dem ganzen Vorgang, während ein Mann schaut, ob sich hinten am Kabel was tut. Im mittleren Bereich hält 1 Mann das Kabel stramm und klariert es sauber. Das hätte vorne im Bug mit Sicherheit nicht geklappt, so überlaufen wie es da schon ist.
Hallo Daniel ich komme ja jetzt auch in den "Genuss" die Segel herzustellen und bin über die Beiträge von Schmidt und Dir gestossen Ich finde Diese Technik mit kaschierter Seide im Ergebnis wirklich super. Ich habe dazu folgende Fragen ist. Hast Du die Kleider einzeln aufgebügelt. Reicht beim Maßstab 1:72 meiner BHR die Überlappung aus um die Nähte darzustellen oder muss hier noch genäht werden. Bevor ich jetzt in umfangreich Tests gehe, frage ich vorher einfach mal Norbert
In der Werft: Bonhomme Richard im Maßstab 1:75 Hanseschiff nach Plänen von Winter Galeere La Capitana die Venetia Venetianisches Kauffahrtschiff Santa Elena Schlachtschiff Bismarck 1:200 Mehrzwecklandungsboot Tümmler Barbe Klasse Typ 520 1:50 während meiner Dienstzeit auf dem Boot
HAllo @Norbert-Werner, da hab ich deine Frage ganz übersehen. Ich dokumentiere wenn ich die neuen Segel mache, muss selbst erst ein Mal wieder herausfinden, was ich damals gemacht habe ;-)
Neulich war es wieder mal soweit, öffentliches Vorbasteln auf der Spielemesse in Stuttgart. Hatte wieder einiges an Material dabei.
Kleine Erinnerung an Èvian :-)
Und meine Soleil in der vollen Sonne - einfach KÖNIGLICH!
Eines meiner Themen war der Vergleich zwischen den Teilen, die aus dem Bausatz kommen und dem, was man daraus machen kann. Hier der Vergleich der beiden oderen Decks.
Und wie üblich kam das leibliche Wohl auch nicht zu kurz, Kürbis-Süßkartoffel-Karotten-Kartoffel-Ingwersüppchen, legga :-)
Hallo Frank, Hallo Daniel Danke für den Hinweis. Genau nach dieser Anleitung möchte ich versuchen die Segel herzustellen. Die sehen wirklich super aus. Das Material habe ich auch schon besorgt. Momentan fehlt mir noch ein einfaches Bügeleisen, es wird ja nur noch hightech benutzt, aber das dürfte das kleinste Problem sein. Wenn ich die ersten vorzeigbaren Ergebnisse habe, werde ich es in meinem Baubericht vorstellen. Norbert
In der Werft: Bonhomme Richard im Maßstab 1:75 Hanseschiff nach Plänen von Winter Galeere La Capitana die Venetia Venetianisches Kauffahrtschiff Santa Elena Schlachtschiff Bismarck 1:200 Mehrzwecklandungsboot Tümmler Barbe Klasse Typ 520 1:50 während meiner Dienstzeit auf dem Boot
Bevor es auf die Messe ging, ging es natürlich rund bei mir - die Fetzen flogen mal wieder.
Eines der Themen, die ich zeigen wollte, waren ja die Gegenüberstellung der original Bausatzteile und das, was man dann doch daraus machen kann. Dazu mussten die Decks vorbereitet werden. Zuerst mussten die alten Grätings runter. Dann die guten Teile des Decks mit Gaffer Tape geschützt und mit der groben Feile die alten Sülls runterschleifen ...
... und die Reste mit der Klinge abgezogen ...
... oder der feinen Feile nachgeholfen.
Für den Feinschliff hatte ich ein Leistchen auf die richtige Breite gesägt und mit Sandpapier beklebt und konnte so eine schöne glatte Fläche hinbekommen.
Da die neuen Sülls auch den Durchgang verkleiden sollen, habe ich die Öffnungen der Niedergänge etwas aufschneiden müssen. Eine rote Stiftbreite dient als Markierung.
Auf dem Oberdeck war das kniffliger, da das Deck nicht halbiert ist. Aber auch hier, erst die Gräting rausschneiden ...
... mit der flachen Klinge die Sülls rausschneiden und analog zum unteren Deck nachbearbeiten.
Bei den hinteren breiten Öffnungen hab ich mit dem Skalpell einen 45° Entlstungsschnitt gesetzt, dann war horizontal weniger Material abzunehmen.
Dann ging das mit der Klinge viel leichter.
Und dann wieder Ausschnittsvergrößerung um Stiftesbreite.
Ich wollte für dieses Exponat bewusst nicht auf ein gekauftes oder wie am Modell selbst gebautes Holzdeck zurückgreifen, sondern ausprobieren, was sich mit Farbe erzielen lässt.
Doch vor der geplanten Sauererei kam erst ein mal die Probemontage der neuen Teile.
Nicht vorhandene Durchbrüche im Bereich der Admiralsunterkunft wurden angezeichnet ...
... ausgeschnitten ...
... und auf die Schotts angepasst.
Auch die Sülls und Grätings wurden an ihre Löcher angepasst, bzw. andersrum.
Und irgendwann war das obere Batteriedeck komplett versüllt.
Analog ging es mit Back und Achterdeck weiter.
Hier sind die Sülls nicht so hoch, da waren ja offene Decks darunter.
Im Bereich des Großmastes kann man die Grätings herausnehmen, da hier einige Taue zu den Betings im Deck darunter führen. So kann man diese besser belegen.
Dazu habe ich diese Betings auch eingestezt und als kleines Schmankerl auch die dort liegende Handpumpe.
Dann bekamen die Sülls schon mal ihre Farbe. Die Grätings wurden dann abgeklebt und mit hellem Braun gestrichen, dann ganz dünn getuscht mit Schwarz und weiß abgebrushed.
Und es fehlte noch die Sklavenarbeit: Kanonenkugeln einkleben ...
... und auf der Rückseite mit dünnflüssigem Sekundenkleber zusätzlich sichern.
Zuletzt noch die Reling mit den Finknetzhaltern gedopt ...
... der Gangway mit weißem Evergreen auf der Unterseite noch etwas Dicke gegeben ...
Als nächstes musste ich mich mit dem nicht *ganz* so korrekten Plankenschema versöhnen. Ein paar Bier später ging es ... Danach folgte die Erkenntnis, dass die Plankenspalten viel zu dick waren und beim Volllaufenlassen mit Farbe oder Washing für meinen Geschmack viel zu prominent würden. Also fasste ich folgenden Plan: Deck wurde schwarz gespritzt ...
... und dann mit der Klinge so abgezogen, dass die schwarze Farbe wie ein Preshading in den Tiefen liegen blieb. Wie immer bei meinen besten Plänen gab das eine schöne Sauerei.
Dann wurden partiell verschiedene braune Farbtöne von sowohl Lösungsmittel-, Acryl- wie auch Wasserbasis in verschiedenen Deckstärken düber ausprobiert. Gab ein hübsches Patchwork.
Vor allem die Back trieb es recht bunt ...
... darum kamen auf der Gangway graue Töne zum Einsatz.
Aber was soll ich sagen, so ein verratztes Deck hatte ich nun wirklich nicht im Sinn. Also neu gespritzt und wieder abgezogen.
Mittlerweile hatte ich mich an die anderen Druckteile und im Besonderen an die Grätings erinnert, die ich ja auf Holz getrimmt hatte. Das war doch die Vorgabe, zu der es passen muss. Und auch wenn auf Originaldecks bis auf Nässespuren normalerweise keine großartigen Farbunterschiede im Holz zu finden sind, verhindert das Preshading mit dem Schwarz doch, dass es zu sehr nach lackiertem Stahldeck aussieht. Man muss dem Kopfkino halt hin und wieder kleine Goodys zuschmeißen, damit es bei Laune bleibt. Nur die richtige Balance war zu finden. Also ergaben sich 3 lasierende Schichten mit der Grätingsfarbe bis das Schwarz nur mehr sehr rudimentär wahrnehmbar war.
Interessanter Weise war das Plastik des oberen Deck ja ein helles Beige, das untere ein rotbraun. Mittels einer grauen Lasur unter den braunen Lasuren konnte dies gut aufgefangen werden.
Auch der Bereich unter der Back, der ohne Plankengravur ist, wird mit dieser Technik so lebendig, dass nicht graviert werden musste und einfache Bleistiftstriche die Gravur ergänzen können. Ich denke, bei der begrenzten Einsicht in diesen Bereich ist das ein guter Aufwands- Erscheinungskoeffizient.
Handwerklich wie immer Champions League, Daniel. Aber du weißt, dass ich ein leidenschaftlicher Vertreter grauer Decks bin. Alle Decks, die ich jeweils „in natura“ gesehen habe, waren grau. Dem Auge schmeichelt das nicht beim Modell, das ist mir klar. Aber ich schätze auch den Kontrast zur Farbe der Bordwand. Schmidt
Andererseits wurden die Decks in regelmäßigen Abständen regelmäßig abgeschmirgelt ('holy-stoned'), was immer wieder frisches Holz freigelegt hat, was dann hellgelb-weißlich aussah.
Diese Praxis wurde um die Mitte des 19. Jh. dann reduziert, da man gemerkt hat, daß das auch zu vorzeitigem Verschleiß führt. In den Jahrhunderten davor waren wohl häufiger Reparaturarbeiten wegen Feindeinwirkung notwendig, so daß das nicht so auffiel.
dazu auch aus Adolf van Hüllen "Leitfaden für den Unterricht im Schiffbau" 1888 Seite 82
Die Länge der Deckspfropfen resp. die Tiefe, bis zu welchem der Nagelkopf versenkt wird, muss so groß sein, dass nach der Abnutzung des Decks bis auf die seiner Erneuerung bedingende Dicken der Pfropfen nach einem hintreichenden Halt oberhalb der Bolzenköpfe haben. Ein Deck aus 100mm dicken Planken muss z.B. erneuert werden, wenn letztere auf 75mm Dicke abgenutzt sind, folglich würden die Deckspfropfen eine Länge von ca. 30mm haben müssen.
Tja das war eher eine bewusste Bauchentscheidung, denn die die Originalgrau gestrichenen Teile sehen immer zu sehr nach gestrichenen Stahldecks aus, auch wenn da Planken - und rudimentäre Holzstruktur - ist.
Leider. Deswegen hier die symbolfarbe "bräunlich" um Holz zu assoziieren.