Es handelt sich bei dem Schiffsnamen um eine Hirschfrau, sie kann mit dem Rehmann nix anfangen.
Ob es bei der Designfindung des Wappens (siehe #85) der Hattons auch so ein Gewese drumm gegeben hat, weiß man nicht.
Der Dafi meint, das er lieber den Pelikan genommen hätte, um der Diskussion zu entgehen.
Dies wäre noch undurchschaubarer, da es weiße Pelikane vielleicht nur beim Füllerhersteller gibt. Welchen Pelikan dann für das Schiffchen genommen werden soll, füllte Abende.... Es gibt: Braunpelikan Krauskopfpelikan Brillenpelikan Rötelpelikan Rosapelikan Nashornpelikan Graupelikan Chilepelikan
Also, lieber Dafi, Welcher?. ich bleibe beim weiblichen AHirsch
Uwe vom Dunkelwald (lat.: Miriquidi)
Mitglied des Phantomprojektes Recherche: Fleute Zeehaen Kiellegung: Golden Hinde Fertiggestellt: Die Kolumbusflotte
Hallo Uwe, Der Schiffsname „Pelikan“ bezieht sich höchstwahrscheinlich nicht nur auf den Vogel selbst, sondern auch auf seine christliche Symbolik. In der christlichen Tradition gilt der Pelikan als Symbol für Jesus Christ. Nach einer mittelalterlichen Vorstellung öffnet der Pelikan seine Brust, um seine Jungen mit seinem eigenen Blut zu nähren. Dadurch wurde er zu einem Bild für Christus, der sich selbst hingibt, um anderen Leben zu schenken – also für Erlösung, Liebe und Opferbereitschaft. Eine ähnliche Symbolik findet sich auch in der Selbstdarstellung von Elizabeth I. Sie besaß ein prächtiges Schmuckstück, das sogenannte „Pelican Jewel“, einen Anhänger in Form eines Pelikans. Der Vogel ist dort mit ausgebreiteten Flügeln dargestellt und pickt sich in die Brust– entsprechend der damaligen Vorstellung, dass ein Pelikan seine Jungen mit seinem eigenen Blut ernährt. Dieses Bild wurde als Symbol für Elisabeth als aufopfernde „Mutter der englischen Nation“ interpretiert. Der Name „Pelikan“ kann somit auch auf Vorstellungen von Selbstaufopferung, Fürsorge und Schutz für andere verweisen– Werte, die sowohl in der christlichen Symbolik um Jesus Christ als auch in politischen Selbstdarstellungen, etwa bei Elizabeth I, eine Rolle spielten. Screenshot 2026-03-13 145716.png - Bild entfernt (keine Rechte) Screenshot 2026-03-13 145450.png - Bild entfernt (keine Rechte)
Man weiß nicht genau, warum Drake sein Schiff „Pelican“ in „Golden Hind“ umbenannt hat. Höchstwahrscheinlich hatte es etwas mit seinem Patron Christopher Hatton zu tun und sollte ihn ehren oder seine Unterstützung sichern. Möglich ist auch, dass die Hinrichtung von Thomas Doughty politisch problematisch war und Drake damit Loyalität gegenüber Hatton zeigen wollte. Soweit ich weiß, bedeutet „Hind“ weiblicher Hirsch ohne Geweih, und Stag/Hart deutet auf einen männlichen Hirsch mit Geweih. Dabei bin ich aber sehr skeptisch was Schiff erhielt eine Galionsfigur als Hind. Man muss bedenken, dass die Besatzung auf der Expedition mit ganz anderen Dingen zu kämpfen hatte, als sich um die Schnitzerei der Galionsfigur zu kümmern. Es ist vorstellbar, dass am Heck anstelle des Pelikans einfach eine Hind bemalt wurde
Zitat von Gebbi im Beitrag #116 Männer werden bekanntlich im Alter immer wunderlicher,......... Wir müssen ihn und seine Lebensäußerungen beobachten, das kann rasch noch negativer werden.
....Erfahrungswerte, net wor Jörg?......
Grüße
Robert
Und wenn mich dann die Arbeitswut packt,....setze ich mich ganz still in eine Ecke und warte bis der Anfall vorüber ist.
In der Werft: Knochenmodell "Royal Caroline" 1749 M 1: 50 Spantmodell Engl. 74 Kanonenschiff 1781 M 1: 50 nach M. Stalkartt Projekt Phantom M 1: 50
Bester Robert, so wie der Pelikan sich bis zur Selbstaufgabe um die Seinen kümmert, nehme ich die Probleme anderer wahr und versuche ihnen zu helfen. Net wor? Wichtig ist doch unseren Miriquidel an die Werkbank zurück zu holen. Schließlich geht es hier um ein Galeonenmodell nach den Plänen von Eugen und mit Wurmhaut. Mir fehlt hier der rote Faden!@Tarjack
Gruß Jörg
Egal wie leer du im Kopf bist, es gibt Menschen, die sind Lehrer!
Hallo Eugen , vielen Dank für deine Ausführungen. Aber du darfst die Threads nicht so ernst nehmen. ........"Alte Weise Männer" halt.
Das mir dem Pelikan mit den Jungen war mir bekannt. Solche Reliefs findet man noch auf alten englischen Kirchen.
Warum die Umbenennung der Pelican erfolgte, wird ewige Spekulation bleiben. Fakt ist, sie wurde umbenannt.
Jedenfalls trieb vor 1577 Drake schon sein Unwesen im spanischen America, (u.a. Überfall der Gold- und Silberkolonne in Panama) , wodurch die Spanier nicht besonders gut auf ihn zu sprechen waren und im Auge behielten.
Die Vorbereitungen zu der geplanten Expedition war so geheim, dass nichts schriftlich überliefert ist. Es wird vermutet, das er die Nordwestpassage suchen sollte, Terra Australis finden oder mit den Molukken Handelsbeziehungen aufbauen sollte. (offensichtlich wurde die Vorschiff-Besatzung mit dem Ziel Alexandria "angeworben") Jedenfalls sind das ehrbare Ziele, welche kurzfristig aber keinen Gewinn bringen. Passt weder zu Drake, noch zu den Geldgebern. Die Wahrscheinlichkeit ist eher, dass Drake (und seine Geldgeber) sich sagte, nachdem der Reichtum in Panama durch den Überfall erkannt wurde, warum nicht das Gold gleich im Pazifik abfangen.
5 Schiffe fuhren mit unbekanntem Ziel los, und die Engländer war davon überzeugt, dass die Spanier wissen wollten, was der Drago wohl anstellt. 1 portugiesisches Schiff wurde auf dem Weg gekapert.....und merke!.. sofort in Mary umbenannt. Also wollte Drake unbedingt seine "Spur" , verwischen. Was liegt näher als die Umbenennung, sprich Änderung des Heckbildes und der Galionsfigur als Erkennungsmerkmal.
Vielleicht war es im geheimen geplant, nach Einfahrt in den Pazifik alle Schiffe umbenannt werden, um erstmal inkognito sich im Pazifik "umzuschauen" ?
Eins wäre interessant: Die Elisabeth kehrte schließlich um und war ca. 1 Jahr vor Drake wieder in England. Berichteten diese bereits von der Umbenennung der Pelican in Golden Hind oder wusste bis zur Rückkehr Drakes niemand in England davon. @eugen.t , hast du was rausgefunden? Du beschäftigst dich doch gerade mit ihr. Bei zweitens würde es meine Hypothese der geplanten Umbenennung Nahrung geben.
Uwe vom Dunkelwald (lat.: Miriquidi)
Mitglied des Phantomprojektes Recherche: Fleute Zeehaen Kiellegung: Golden Hinde Fertiggestellt: Die Kolumbusflotte
Lieber Uwe, das mit der Ersatzbürste ist eine Selbstverständlichkeit, da gibt es keine Punkte für. Nun zur "Elisabeth". Sie war das zweitgrößte Schiff der Flotte, Kapitän John Winter, Bauort Deptford, 80 Tonnen, 16 Geschütze, ca. 50 Mann Besatzung. Am 20. 08.1578 erreichen die verbliebenen 3 Schiffe der Flotte das Kap Virgenes (der Jungfrauen) am östl. Ende der Magellanstr. Hier erfolgt die Umbenennung der "Pelican". Die Durchfahrt ist stürmisch, die Schiffe werden getrennt. Ende Okt. verliert Drake den Kontakt mit der "Elisabeth". Bei seinen Plünderungen glaubt er noch in Nicoya (heute Costa Rica, Mittelamerika), dass die beiden Segler (Marygold und Elisabeth) hinter ihm segeln. Marygold ist aber bereits Ende Sept. 1578 untergegangen, Elisabeth ist in den Atlantik zurück gesegelt und erreicht im Juni 1579 den Hafen von Plymouth. Es wäre interessant zu klären, weshalb Kapitän Winter und seine Besatzung desertierten. Quelle: 365sterne.de Drakes Weltumsegelung Drakes Kaperungen der spanischen Schiffe im Pazifik sind so erfolgreich, da diese nicht mit Geschützen bestückt waren. Dafür bestand bis dahin keine Notwendigkeit.
Gruß Jörg
Egal wie leer du im Kopf bist, es gibt Menschen, die sind Lehrer!
Hallo Uwe, wenn du nichts dagegen hast, antworte ich auf deine PN Frage hier. Was die Besanstenge betrifft, möchte ich zuerst erwähnen, dass eine bildliche Darstellung von Golden Hind tatsächlich existiert, und zwar auf der Hondius-Map. Das Bild ist zwar etwas vage, liefert aber dennoch einige Details. Eines davon ist die Besanstenge. Screenshot 2026-03-26 192729.png - Bild entfernt (keine Rechte)
In vielen zeitgenössischen Bildern und Gravuren taucht die Besanstenge mehrfach auf, teilweise sogar Bonaventur-Mast mit Stenge. Leider zeigen nur wenige Abbildungen eindeutig eine Besegelung an der Besanstenge. Deshalb gehe ich davon aus, dass es sich dabei möglicherweise eher um eine Art Notlösung gehandelt hat als um eine Standardausrüstung. Screenshot 2026-03-25 140914.png - Bild entfernt (keine Rechte) Screenshot 2026-03-25 141402.png - Bild entfernt (keine Rechte) Screenshot 2026-03-25 141207.png - Bild entfernt (keine Rechte)
Dazu schreibt Anderson, dass der Besanmast bis Anfang des 17. Jahrhunderts ein Lateinersegel trug als Besanmarssegel Screenshot 2026-03-25 141811.png - Bild entfernt (keine Rechte) Screenshot 2026-03-25 141025.png - Bild entfernt (keine Rechte) Screenshot 2026-03-25 142109.png - Bild entfernt (keine Rechte)
Hallo Eugen, nichts dagegen. und Danke für die Antwort.
Hier für die Anderen meine Frage an dich:
Hallo Eugen,
ich beschäftige mich gerade mit den Masten. Da ist mir aufgefallen, das in deinem Plan der Besan eine Stenge und einen Flaggentop hat. Der Besan hat aber nur das Lateinersegel, an der Stenge ist kein Segel. Ich habe mir einige Bilder (Aker, Miller) angesehen, der Besant führt nur das Flaggentop, es ist keine Stenge dazwischen. Gibt es einen Grund für die Stenge ohne Segel?
Zitat von eugen.t im Beitrag #133In vielen zeitgenössischen Bildern und Gravuren taucht die Besanstenge mehrfach auf, teilweise sogar Bonaventur-Mast mit Stenge. Leider zeigen nur wenige Abbildungen eindeutig eine Besegelung an der Besanstenge. Deshalb gehe ich davon aus, dass es sich dabei möglicherweise eher um eine Art Notlösung gehandelt hat als um eine Standardausrüstung.
Vielleicht zeigt es auch, das Tuning keine Erfindung der Neuzeit ist. Es war einfach schick und machte Eindruck, am Besan wie an den anderen Masten eine Stenge zu haben, auch wenn sie nicht genutzt wird (wie heute der Spoiler Kleinwagen).
Jetzt zur Pelikan. Bekannt ist, dass gleich zu Beginn der Großmast der Pelikan gebrochen ist und die Flotte deshalb zurückkehren musste. Das im Sturm ein Mastbruch dem Schiff zum Verhängnis kommen kann, stellt doch eine Gefahr dar. Warum soll das Schiff eine Stenge am Besan für diese weite Reise haben (und nach dem Mastbruch behalten), welcher im Grunde doch nicht gebraucht wird, und bei Sturm brechen kann..... ist für mich unlogisch.........aber:
Die Hondius-Map entstand 1595. Hondius lebte seit 1582 in London. Also kannte er die Golden Hinde, wie sie als "Immerwährendes Denkmal" im Hafen dümpelte. Ich habe das Bild bisher nicht auf dem Schirm gehabt. Aber wenn er die Weltreise darstellt, dann ist auch das Schiff die wirkliche Abbildung. Danach hätte sie diese Stenge gehabt. Dann wird es wohl so gewesen sein
Schön zusehen ist auch an dem rechten Bild die offene Reling am Hauptdeck: Hondius Map.jpg - Bild entfernt (keine Rechte), und das sie keine Galerie besaß.
Uwe vom Dunkelwald (lat.: Miriquidi)
Mitglied des Phantomprojektes Recherche: Fleute Zeehaen Kiellegung: Golden Hinde Fertiggestellt: Die Kolumbusflotte