Viele Drucke, viele Möglichkeiten dass was schiefgeht. Hier ein kleines Best of ...
Kleine Teile die beim Druck evtl. abreißen können, bekommen immer ein Dächlein. Dieses nimmt das abgerissene Teil auf und man muss nicht die Wanne sauber machen um die Reste von der Folie zu kratzen.
Ist es im Zimmer zu kalt, dann wird das Harz zu dickflüssig, daher das große Loh in der Mitte ...
.... auch hier haben die Überbauungen immer dafür gesorgt, dass die Wanne sauber bleibt :-)
Dann habe ich immer wieder Aussetzer in der Höhe, komme aber noch nicht auf den Grund. Kommt leider bei einem von 10 Drucken vor. 05 bis 1 mm fehlen dann. Immer in der ungefähr der gleichen Höhe. Alle Führungen und die Spindel wurden schon gut geschmiert ...
Süß ist auch, wenn die Folie des Tanks zu alt und rau ist, gibt einen gefiederten Abriss. Die Bilder finde ich leider im Moment nicht. Aber die Folie lässt sich leicht tauschen, sind nur 327 Inbusschrauben in 3 Größen, Folie zieht sich dadurch aber selbst in Form ...
Na ja, wir 'mögen' diese Systemversagen sicher nicht, aber wir schätzen, daß Daniel uns auf sie aufmerksam macht
Ich denke, diese 'Aussetzer' liegen einfach daran, daß aus Kostengründen die Bauteile und damit die ganze Maschine eigentlich zu klein dimensioniert sind. Die Maschine und ihre kritischen Bauteile, wie Spindeln und Schrittmotoren sollten sicher doppelt bis dreimal so groß sein, um entsprechende Drehmomentreserven und Steifigkeit zu haben. Wahrscheinlich ist auch der Rahmen nicht steif genug und hat genügend Masse um kleine Schwingungen zu absorbieren. Das alles zusammen bedeutet, daß die Spindeln schon mal einen oder zwei Schritte haken können oder, daß Schrittmotor nicht genügend Kraft hat die Reibung zu überwinden und daher einen Schritt überspringt. Ich kenne das auch von meinem Laserschneider.
Je größer die gedruckten Teile sind desto wahrscheinlicher ist wohl, daß so etwas vorkommt.
Glaube ich gar nicht mal, ich denke das ist alles schon gut so dimensioniert, es kommt bei meinen Teilen nicht viel zusätzliches Gewicht zur Buildplate selber dazu und auch strotzen alle Führungen mittlerweile vor Fett und Schmiere. Mein momentaner Hauptverdächtiger für die Aussetzer ist die Folie am Beckenboden. Wenn sich das Druckteil beim Hochziehen der Buildplate nicht von der Folie löst und diese anstelle mit hochzieht, dann könnte es so ein Schadensbild geben. Mir fiel nämlich auf, dass der Versatz nicht gleichmäßig ist, sondern einige Teile mehr betroffen sind als andere. Bei Fehler in der Führung müsste der Versatz gleichmäßig sein.
Als Test fülle ich gerade das Becken immer randvoll, so gibt es Zusatzgewicht, dass die Folie runterdrückt. Mal schauen, ob das hilft.
Bis auf wenn man es eilig hat - das spürt die Maschine - oder man die Druckdaten auf Extreme getrimmt hat - so wie das dafi hier und da ...
Die beiden Hauptthemen sind bei mir tatsächlich Temperatur im Raum und Zustand der Folie.
Bei den Blöcken mit ihren 0,3 mm Löchern ist es im Winter ohne Vorwärmen fast unmöglich gute Ergenisse zu bekommen. Deswegen nehme ich die Build-Plate und lege sie auf die Zimmerheizung und wenn sie warm ist hänge ich sie erst kurz in das Harzbecken um das Harz anzwärmen. Muss ich nachfüllen, stelle ich die Flasche paralel warm. Hilft ganz gut :-)
Der neue Drucker meckert nach 50-tausend Belichtungsschichten, dass die Folie zu ersetzen sei. Ist für mich dann so ein Hinweis, dass der ältere Drucker ohne Meckereinrichtung auch fällig ist. DAs sieht man den Folien aber sowieso an: Alte Drucke lassen sich mit dem Abruck der Bodenplatte darauf erkennen.
Hier eine Folie, die ich schon nach 30-tausend Schichten ausgetauscht habe. Abdrücke von Stützen und anderen Druckteile sind sichtbar, sowie Schrägfalten die ich nicht erklären kann.
Instinktiv hatte ich früher die Objekte in der Mitte der Buildplate platziert. Dort ist aber der Schnalzeffekt beim Ablösen des Drucks für die nächste Schicht am größten. Deshalb platziere ich Teile mit großem Querschnitt mittlerweile lieber außen. Das erleichtert das Ablösen.
Ansonsten kann es zu den oben gezeigten Versätzen kommen, die zur Plate-Mitte größer waren, daher auch die Erkenntnis. Auch durch das Vermeiden, dass zu große Fläche zu schnell auf kleine übergehen oder umgekehrt, kann durch Schrägen oder Radien gemildert werden.
Man sieht es hier am Versatz der Senkrechten zwischen den dünnen Querstreben. Seit ich diese nicht mehr horizontal ,sondern leicht schräg hochlaufend positioniert habe, ist das Problem weg.
Zum Reinigen nehme ich Aceton, geht besser und stinkt nicht so wie Isopropanol. Ich habe zum Waschen das System der 4 Joghurtgläser mit absteigender Reinheit des Acetons. Glas 1 links die Vorwaschbrühe, Aceton, das schon tiefschwarz ist, da es häufig verwendet wurde. Danach kommen die beiden Hauptwaschgänge in fastschwarz und hellschwarz und rechts der Feinwaschgang in fast noch reinem Aceton. Wenn das Glas für den Reinwaschgang langsam dunkel wird, rutscht jedes Glas eine Stelle auf und die Vorwaschbrühe wird entsorgt und das entleerte Glas wird mit frischem Aceton zum Feinwaschgang :-)
Glas 5 ist nur Abtropfbehälter für den Trichter. Das System spart viel Aceton. Die Teile kommen nach dem Druck in einen hohen leeren Isopropanolbehälter, die sind schmal und hoch und der Flaschenkopf ist leicht abzuschneiden. Meine Kleinteile lassen sich darin gut von Hand schütteln.
Damit die Druckteile beim Zurückleeren in die Joghurtbecher nicht mit in die Suppe fallen, nehme ich einen Silikontrichter, der schmiegt sich gut an die Gefäßformen an, man verschüttet weniger als bei Stahltrichtern. Das Loch verstopfe ich mit einem Drahtknäul, welches sich überraschend schnell zusetzt und dann ersetzt werden muss.
Nachdem immer wieder gewarnt wird, dass das Aceton normale Gummihandschuhe auflöst, habe ich mir am Anfang acetontaugliche Handschuhe gekauft. Das sind aber solche dicken und störrischen Dinger, nicht geeignet für meinen Gebrauch. Also erst ein mal ohne Handschuhe gearbeitet, bis ich endlich mal den Versuch mit den normalen Handschuhen gewagt habe. Und siehe da, ist nicht so dramatisch :-)
Je nach Menge des Kontakts und Einwirkzeit können die sogar mehrfach verwendet werden. Irgendwann nach 3 bis 12 Anwendungen reißen die schließlich beim Anziehen, ist dann Zeit neue zu nehmen ;-)
Hinweis: Ich habe den letzten Artikel im Faden aufgesplittet und dabei überarbeitet/ergänzt.
Und das Universum hat mal wieder einen neuen Trick erfunden, von dem es meinte, dass ich ihn noch nicht kennen würde.
Fakt 1: Seit einiger Zeit habe ich schon beobachtet, dass bei meinem schwarzen Resin das Harz und die Fabpigmente schneller als in der Vergangenheit trennen und die Pigmente auf den Boden absacken.
Fakt 2: Ich hatte immer wieder ein unerklärliches Phänomen, dass einige Drucke nicht auf der Druckplatte hafteten sondern am Beckenboden sitzen blieben.
Und als ich neulich den Tank reinigen musst, weil wieder was unten drin geklebt hat, hatte ich mal mehr Licht an als üblich - normalerweise will man ja das lichtaushärtende Material schützen.
Und siehe da ...
... vielleicht war das der Grund der Druckaussetzer, einfach zu viel Pigmente an einem Fleck. Die Spuren sind von meinem Tastholz, mit dem ich immer den Boden zur Sicherheit absuche, ob das Holz wo hängenbleibt.
Also muss ich in Zukunft das Resin vor dem Druck viel besser aufmischen.